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Dienstag, 19. Januar 2016

Über die Liebe

Für die Liebe gibt es viele Definitionen. Manche verbinden das mit Religion, andere mit der körperlichen Liebe und wieder andere verstehen darunter Zuneigung und Wertschätzung.

Jedoch sind die positiven Gefühle meist nur während der aktiven Verliebtheit Phase. Danach schleicht sich nach und nach eine Routine ein und die Beziehung wird auch Arbeit.

Man muss an sich arbeiten, der Partner an sich und zusammen auch an der Beziehung. Man muss Kompromisse finden und eventuell sogar bestimmte Rituale um der Routine zu entkommen und immer wieder frischen Wind in die Beziehung zu bringen.

''Liebe ist Arbeit. Ohne Zeit und Geduld zu investieren bleibt es eine kurze Romanze zwischen zwei Menschen. Aber die wahre Liebe ist ein Irrglaube.'' Dies ist ein Zitat von meinem Opa. Mit seinen 94 Jahren war er mein erster Ansprechpartner bei diesem Thema.

Dann stellt sich nun die Frage ob so eine bedingungslose Liebe wie in Büchern oder Filmen dargestellt eigentlich möglich ist. Auch hier hatte meine Opa eine gute Antwort zu. ''Hollywood hatte damals eine Marktlücke entdeckt und den Weibern ein falsches Bild von der Liebe vermittelt.''

Im Nachhinein finde ich diese Aussage doch recht plausibel, auch wenn ich erst leicht enttäuscht war. Aber auch ich habe mir meine Beziehung durch den Kopf gehen lassen. Es stimmt sogar. Nach der ersten Phase des Verliebt sein sieht man doch wieder alles von einer anderen Seite und man entdeckt Seiten an seinem Partner, welche einem Vorher gar nicht so aufgefallen sind.

Von daher fand ich es sehr amüsant mich mit meinem Opa darüber auszutauschen. Zum einen war mir vorher schon bewusst, dass er ganz anders über das Thema denkt als meine Generation. Zum anderen ist mir aufgefallen wie sehr er mich doch auch in der Hinsicht geprägt hat.

Nun würde mich eure Meinung dazu mal interessieren.